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Wie soll ich damit umgehen, wenn sich gewünschte Veränderungen in meinem Umfeld über längere Zeit nicht einstellen wollen?
Was, wenn ich eine Vision habe, sich aber nichts (sichtbares) verändert?

Als ich neu die Leitung eines Teams übernommen hatte begannen mich diese Fragen zu beschäftigen.

Dieses Team von Spezialisten hatte eigentlich viel Potential, um erfolgreiche Innovationen und Entwicklungen realisieren zu können.
Die Arbeit wurde jedoch seit geraumer Zeit durch eine überwältigende Anzahl von Störungen von außen, direkte Zugriffe auf die Mitarbeiter durch diverse Stellen, etc. nahezu verunmöglicht. Die Situation wurde zudem durch eine schwierige Kultur im Umfeld des Teams erschwert. Das Team schob Verantwortung und eigene Probleme immer wieder ab.
Als ich dieses Team übernahm, waren die Motivation und Zufriedenheit an einem Tiefpunkt angelangt.

Ich hatte eine Vision in meinem Herzen und legte mir entsprechend hohe Zielsetzungen fest.
Mit voller Motivation ging ich an den grossen Berg von Herausforderungen und erwartete dem gemäß große positive Veränderungen.

Nach einiger Zeit musste ich feststellen, dass sich offenbar noch gar nichts verändert hatte. Also investierte ich noch mehr an Aufwand, um die Situation zu verbessern.
Dabei schaute ich unentwegt auf den Berg der Herausforderungen, ob sich irgendwas zum Positiven veränderte.
Und so lief dieser Kreislauf über weitere Monate; try harder - keine Veränderung am "Berg" - try harder und so fort.
So wurde ich zunehmend frustriert und begann langsam zu realisieren, dass ich etwas brauchte, was mich im täglichen Arbeitsumfeld motivierte und ermutigte um an meiner Vision festhalten zu können.

So begann ich den Fokus, welchen ich auf den ganzen "Berg" gerichtet hatte, vermehrt auf kleinere Veränderungen auszurichten.
Dies geschah bei mir eher unbewusst. Im Nachhinein kann ich aber sagen, was mir dabei geholfen hat.
Ich habe mich viel mit meiner Frau und einem guten Freund ausgetauscht, welche mich reflektierten und so auf die kleinen aber vielen Veränderungen hingewiesen haben.

Ich erhielt vor und während dieser Zeit auch viele Prophetien, welche ich nach einiger Zeit wieder hervor kramte. Einige begannen sich auch zu bestätigen, als ich diese widerspiegelte.
Ich begann auch, meine Gebete, täglichen Erfolge und erlebten Wunder bei der Arbeit aufzuschreiben. Als ich wieder einmal mein „Logbuch“ hervor nahm (mehr dazu in meinem nächsten Blogeintrag) realisierte ich auf einmal, wie Gott direkt in meine Situation spricht.

Dieser Prozess liess mich dankbarer werden, weil ich nach und nach kleinere und zunehmend auch größere Veränderungen erkannte. Ich durfte auch erkennen, dass die größte Veränderung in mir selber passierte.

Hilfen, um die kleinen Veränderungen besser erkennen zu können:

  • Suche dir einen guten Freund als Sparringpartner. Tausche mit ihm/ihr über deine Situation aus und lass dich reflektieren.
  • Nimm deine Prophetien immer wieder hervor, reflektiere diese mit deiner aktuellen Situation, sinniere und bete darüber.
  • Schreibe Erlebnisse und tägliche Erfolge auf, auch wenn sie noch so klein sind. Nimm diese immer wieder hervor.
  • Danke Gott für die kleinen Dinge. Dies setzt Gunst frei und hält deinen Fokus auf Kurs.

Erkenne, dass Gott manchmal zuerst dein Herz verändert, bevor Er eine Situation verändert oder verändern kann.

Stephan Egli leitet ein Team im Bereich Forschung und Entwicklung eines internationalen Technologiekonzerns. Sein Herz schlägt dafür, Technologien zum Nutzen der Menschheit zu entwickeln und die Welt in einen Ort der Freude zu verändern. Stephan ist verheiratet mit Cornelia und wohnt in Gebenstorf, Schweiz.