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Seit einigen Monaten waren wir in einem IT-Projekt, das wir übernommen hatten, weil uns die Umsetzung aufgrund der Anfrage als „ganz einfach“ vorkam. Ein paar Dokumente auf einem Server ablegen, eine kleine Suche einbauen, eine einfache Website für die Resultate und die Auswertung programmieren – und fertig.

So starteten wir mit dem Sammeln der Daten und mit der Umsetzung. Prototyp 1 war schnell gebaut – nur noch die Kundendaten einspielen und gut ist. Doch weit gefehlt: der erste Prototyp beinhaltete zu viele Dokumente. Der Kunde wollte nur „ein Dokument“ bei seiner Lösung abgebildet – dieses sollte aber alle Informationen enthalten.

So bauten wir einem weiteren Prototyp. Nun mit „einem Dokument“, welches eben all die gewünschten Informationen enthielt. Dieser Prototyp genügte nicht, weil er zu wenig Funktionen für die Auswertung hatte.

Für den dritten Prototyp machten wir uns auf die Suche nach zusätzlicher Software, um die vom Kunden gewünschten Möglichkeiten zur Auswertung des Dokuments erhalten zu können. Die Suche gestaltete sich schwierig – jeder Lichtblick führte nicht zur Lösung, sondern irgendetwas fehlte immer … und so ging die Suche weiter…

Bei unserer Suche verging natürlich auch viel Zeit. Ebenso zehrte die lange Suche – ohne Erfolg – auch bereits an unseren Nerven und an der Geduld – und auch der Kunde zweifelte daran, dass es überhaupt eine Lösung gibt. Das Projekt steckte in der Sackgasse und niemand wusste, wie wir da wieder rauskommen sollten. Wir hatten alle „unsere“ Möglichkeiten abgecheckt, aber keine Lösung gefunden.

An diesem Tiefpunkt angekommen, erinnerte ich mich an den Beginn des Projekts und das wir von einer „einfachen Lösung“ ausgegangen waren. So begann ich, die „einfache Lösung“ zu proklamieren. Auf der Heimfahrt vom Büro zum Mittagessen – nach einem langen Telefonat mit dem Kunden – lud ich den Himmel ein, mir eine Lösung zu zeigen: die „einfache Lösung“. … und plötzlich war sie da: am Nachmittag entdeckten wir eine Möglichkeit, wie wir innert 10 Minuten das „eine Dokument“ erstellen konnten - mit den vom Kunden gewünschten Funktionen und Möglichkeiten zur Suche und Auswertung. Monatelang hatten wir erfolglos nach der „einfachen Lösung“ gesucht und sie nicht gefunden – der Himmel hat sie für uns freigesetzt: in wenigen Minuten.

Urs Sennhauser ist Computerspezialist, Biologe und Inhaber der Firma Flying Supporter GmbH in Däniken SO. Er ist seit 19 Jahren glücklich verheiratet und lebt mit seiner Frau Nadia und den vier Kindern in Gretzenbach SO. Gemeinsam als Familie sind sie Gründer von blessmyfamily.net, blessmybusiness.net und blessmygovernment.net und setzen so den Himmel auf der Erde frei.