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Der Sprung ins neue Jahr immer auch der Sprung über eine Grenze. Die Chance, etwas Neues anzupacken, und die handfeste Erwartung, dass etwas Grossartiges auf mich zukommt. Ich nehme mir ganz viel vor – meist so ziemlich alles aufs Mal und lasse dann aus Zeit- und Motivationsgründen eines nach dem anderen fallen, bis ich ein Jahr später wieder neue Vorsätze fassen kann. So endet manch einer meiner Jahresrückblicke eher gefrustet als gefreut über das Erreichte.

Dieses Jahr ist es etwas anders. Ich bin aufs Wasser hinausgetreten und für einmal nicht plantschen gegangen. Denn dieses Mal hatte ich einen Plan!

Ich liebe es, am 1. Januar alleine in die Natur aufzubrechen und eine angeregte Diskussion mit meinem Schöpfer und Masterplaner zu führen. Leute, die mir dann begegnen halten mich ziemlich sicher für verrückt, weil ich wirklich vor mich hinmurmle, aus dem Nichts zu lachen beginne, Grimassen schneide oder sonstiges seltsames Zeugs mache. Auf diesem Spaziergang richte ich mich auf mein neues Jahr aus: Meine Hand voll Herzensangelegenheiten für den neuen Zeitabschnitt.

Zuhause angekommen, stelle ich mich den kritischen Fragen und leite erste Schritte zur Umsetzung ein. Für all die Dinge, die in dem Jahr passieren sollen: Ein SMS, das Notieren eines Zeitplans, oder die Anmeldung für einen Kurs. So kommt alles ins Rollen, bevor die erste Jahreswoche um ist, und die Motivation steigt, anstatt bereits ihren ersten Sinkflug anzutreten. Natürlich fasse ich mir immer noch heimlich kleine Vorsätze, die ich aber nur teilweise umsetze – aber die sind dann das Plus und nicht so wichtig.

Diesen Jahreswechsel verbringe ich in den Bergen – ich freue mich riesig auf diese Inspiration fürs neue Jahr. Einige grossartige Dinge, die mich auf der anderen Seite der Grenze erwarten, kenne ich schon. Auf die anderen bin ich gespannt. Planen macht Spass – vor allem im Rückblick. Es verleiht Träumen und Visionen Hände und Füsse, oder sogar Flügel. Anders als Plantschen...

Tamara Hochstrasser hat Journalismus und Kommunikation studiert und ist zurzeit an einer Schweizer Fachhochschule tätig. Seit über zehn Jahren ist sie verheiratet und hat eine Tochter. Sie liebt es, sich herausfordern zu lassen, neue Lösungswege zu entwickeln und andere damit zu begeistern.