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Wurdest du schon einmal vom Heiligen Geist aus deinem Schlaf geholt? … ich schon: Heute. Zweimal musste er mich anstupsen, bis ich auf den Wecker schaute um die Zeit zu kontrollieren: 05:43 stand da drauf.

Normalerweise wäre dies kein Problem gewesen, und die meisten Tage weckt mich auch der Wecker und nicht der Heilige Geist. Aber heute war es anders. Eigentlich war der Wecker auf 05.00 Uhr eingestellt und dies aus einem ganz einfachen Grund: Wer regelmässig diesen Blog liest, der weiss, dass mein Himmlischer Daddy mir manchmal Flugtickets ausstellt, mit denen ich auf Geschäftskosten (also der Kunde zahlt :)) für meine Firma irgendwohin fliegen darf (lies dazu meinen letzten Blogeintrag: „Dein Daddy hat die Tickets“). Heute stand München auf dem Programm: morgens um 07.10 Uhr Abflug in Zürich – Besuch eines Lieferanten von einem Kunden – Rückflug am späten Nachmittag. … und nun war ich etwas spät dran. Hätte ich beim ersten Mal schon auf den Heiligen Geist gehört, so wäre es nicht so spät gewesen, denn immerhin brauche ich reine Fahrzeit zum Flughafen – wenn alles rund läuft – ca. 45 Minuten. Doch in den Morgenstunden ist man ja meistens nicht ganz alleine unterwegs und die Baustellen in der Grossregion Zürich addieren auch noch Minuten und Stunden zu der effektiven Fahrzeit.

„Naja, wie auch immer“, sagte ich mir: „Aufstehen, anziehen, reisefertig machen und los. Die Situation kann ich selber auch nicht ändern… aber ich habe ja einen Himmlischen Daddy: der kann das regeln.“

In den ersten Minuten der Fahrt war mein Blick immer wieder auf die Uhr gerichtet. Würde die Zeit ausreichen, damit ich meinen Flug erreiche? Was mache ich, wenn ich Stau habe und zu spät komme? 05.53 Uhr plus 45 Minuten macht 06.38 Uhr. Boarding ist um 06.50 Uhr. Bei Stau kann ich meinen Flug um 07.10 Uhr vergessen… Okay – 06.40 würde auch noch ausreichen, denn dann habe ich noch 10 Minuten um durch den ganzen Flughafen zu laufen und die Sicherheitskontrolle hinter mich zu bringen…

So nach 5 Minuten Fahrt entschied ich mich ganz bewusst und willentlich, die Situation nun GANZ meinem Himmlischen Daddy zu überlassen. Ich entschied mich, nicht mehr dauernd auf die Uhr zu schauen, proklamierte laut flüssige Verkehrsströme über meiner Wegstrecke und erinnerte mich aktiv an einen meiner früheren Blogs hier („Schon einmal Stau verflüssigt?“). Auch begann ich laut mit meinen Worship-Songs aus dem Autoradio mitzusingen. Schlagartig änderte sich meine Anspannung in freudige Erwartung auf ein neues himmlisches Zeugnis zur göttlichen Zeitplanung und Stau-Verflüssigung. Das hohe Verkehrsaufkommen auf der ganzen Strecke blieb. Die Baustellen mit dem zähflüssigen Verkehr blieben. Der stockende Kolonnenverkehr vor dem Gubrist blieb auch. Aber: auch die Ankunftszeit blieb: genau um 6.40 Uhr fuhr ich im Parkhaus am Flughafen Zürich ein :). Beim Security Check wurde ich in die Priority Line eingewiesen und pünktlich um 6.50 Uhr kam ich beim Gate an und konnte dann auch gleich in den Bus zum Flugzeug einsteigen :).

Wieder einmal göttliche Zeitplanung mit himmlischem Weckdienst erlebt. Ich liebe es.

Urs Sennhauser ist Computerspezialist, Biologe und Inhaber der Firma Flying Supporter GmbH in Däniken SO. Er ist seit 19 Jahren glücklich verheiratet und lebt mit seiner Frau Nadia und den vier Kindern in Gretzenbach SO. Gemeinsam als Familie sind sie Gründer von blessmyfamily.net, blessmybusiness.net und blessmygovernment.net und setzen so den Himmel auf der Erde frei.