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Wurde bei dir schon einmal ein Arbeitsverhältnis aufgehoben, obwohl du dachtest, du seist am richtigen Platz?

So geschehen mit einem nahen Verwandten. Er führte seit Jahren erfolgreich eine Filiale einer grösseren Firma.

Alles schien in bester Ordnung zu sein, er führte die Firma erfolgreich mit sehr viel Herzblut und Engagement.

Seine Frau unterstützte Teilzeit in der Administration und sie hatten ein enges und freundschaftliches Verhältnis mit den Firmeninhabern.

Doch eines Tages veränderte sich die Führungsstruktur der Firma. Völlig unvorbereitet wurde der Verwandte damit konfrontiert, dass er aus Kostengründen vom Filialleiter zum normalen Verkäufer zurückversetzt wurde. Und zu allem "Übel" wurde seiner Frau nahegelegt, sich einen neuen Job zu suchen, andernfalls würde ihr gekündigt werden.

Die Beiden erzählten uns kurz nach diesem Ereignis von ihrem Leid und der tiefen Enttäuschung, welche sich in ihnen breit machte.

Wir ermutigten sie, dass Gott einen Plan für sie hat und dass Er sie durch diese schwierige Zeit durchführen wird.

Die Verwandte meinte dann, wir könnten ja an sie denken, dies würde auch helfen.

Diese Aussage konnte meine Frau Cornelia natürlich nicht auf sich sitzen lassen und sprach voller Überzeugung und Erwartung; nein, wir setzen jetzt einen neuen Job für dich frei und dazu einen, welcher dir viel Spass und Freude bereitet.

Etwa einen Monat später rief uns die Verwandte aufgeregt und happy an. Sie teilte uns mit, dass sie einen tollen Job gefunden habe, in welchem sie die Administration einer kleineren Firma leiten werde.

Nach ein paar Monaten trafen wir die Beiden wieder und sprachen über ihre Situation. Die Verwandte war richtig glücklich in ihrem Job, nur ihr Mann war sehr verzweifelt in seiner neuen Position. Die Enttäuschung war immer noch sehr gross und er schien nervlich ziemlich am Ende zu sein. Dazu kam die Sorge, ob er mit seinen 55 Jahren überhaupt noch einen anderen Job bekommen würde.

Er erzählte dann, er habe zu Ohren bekommen, dass in einer umliegenden Gemeinde jemand als Materialwart bei der Feuerwehr gesucht werde. Auf die Frage, ob das denn etwas sei, was er gerne tun würde, strahlte er über beide Ohren. Ja das sei ein Herzenswunsch, er habe ja auch viele Jahre mit Freude bei der Feuerwehr gedient. Er habe jedoch Bedenken, dass er in seinem "Alter" Chancen auf die Stelle habe.

Nun, wir wussten gleich was wir zu tun hatten und setzten diese Stelle für ihn frei. Wir ermutigten ihn, im Vertrauen, dass er die Stelle erhalten werde, sich zu bewerben.

Es setzte alle Hebel in Gang und bewarb sich. Nach ein paar Wochen der Ungewissheit kam dann der Bescheid, dass er tatsächlich diese Stelle erhalten werde.

Ich bin überzeugt, dass Gott für uns den perfekten Arbeitsplatz bereit hat. Die Wege dazu mögen manchmal ungewöhnlich oder sogar schmerzhaft sein. Aber ich glaube, dass wenn wir auf unser Herz und Gott hören, und wir unsere Autorität als Christen wahrnehmen, der perfekte Job in Reichweite liegt.

Stephan Egli leitet ein Team im Bereich Forschung und Entwicklung eines internationalen Technologiekonzerns. Sein Herz schlägt dafür, Technologien zum Nutzen der Menschheit zu entwickeln und die Welt in einen Ort der Freude zu verändern. Stephan ist verheiratet mit Cornelia und wohnt in Gebenstorf, Schweiz.